Facility Management und Center-Management arbeiten mit Flächen, Räumen und Ausstattung, die sich laufend ändern. Wer Liegenschaften verwaltet, braucht deshalb Bestandsunterlagen, die nicht nur zeigen, wie ein Gebäude aussieht, sondern auch, wie es genutzt wird. Wir schaffen dafür die Grundlage: ein genaues Aufmaß des Bestands und daraus ein digitales Gebäudemodell, das sich mit Raumdaten verknüpfen lässt.
Was BIM im Facility Management leistet
Ein BIM-Modell verbindet die klassische Plandarstellung mit Informationen zu Räumen, Bauteilen und zeitlichen Abläufen. Statt Grundriss, Raumbuch und Mietliste getrennt zu pflegen, hängen die Angaben am jeweiligen Raum im Modell. Typische Raumattribute sind:
- Nutzungsart
- Fußbodenart
- Fußbodenaufbau
- Deckenart
- Ausstattungsmerkmale
Die gewünschten Attribute werden strukturiert erfasst. Über das offene Austauschformat IFC lassen sie sich in kompatible Programme für Gebäudeverwaltung und Planung übernehmen. Grundsätzlich können alle Bauteile und Eigenschaften aufgenommen werden; sinnvoll ist aber nur, was später auch gepflegt wird.
Raumausstattung und Anschlüsse im Bestandsmodell erfassen
Neben der Geometrie kann die Ausstattung eines Raumes grafisch und textlich im Modell abgelegt werden, zum Beispiel:
- Sanitär- und Küchenelemente
- Anschlüsse verschiedener Medien wie Gas und Wasser
- Telefon- und TV-Anschlüsse
- Labor- und Bürotechnik
- Fenster einschließlich Ausstattung
Was sichtbar ist, erfasst der Laserscan direkt. Leitungen in Wänden oder unter Estrich sieht der Scanner dagegen nicht; solche Informationen müssen aus vorhandenen Unterlagen oder Angaben der Haustechnik ergänzt werden.
Zeitbezogene Daten für Vermietung und Center-Management
Im Center-Management kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Räume und Flächen lassen sich mit zeitlich begrenzten Angaben verknüpfen, etwa:
- Art, Umfang und Dauer einer Vermietung
- Nutzung eines Raumes: wie lange und durch wen
- Aufteilung größerer Flächen auf mehrere Nutzer
- zeitlich begrenzt benötigte Raumausstattung
So wird aus dem Modell ein Werkzeug für Belegungsplanung und Flächenabrechnung. Für gewerbliche Mietflächen ist dabei die passende Berechnungsgrundlage wichtig, etwa die Flächenberechnung nach gif.
Vom Laserscan zum Modell für das Facility Management
Am Anfang steht die Frage nach dem Verwendungszweck: Welche Räume, welche Attribute, welche Software soll die Daten später nutzen? Danach richten wir den Detaillierungsgrad aus. Wir erfassen das Gebäude per Laserscanning mit einer Genauigkeit von ±1–3 mm, die Messung vor Ort dauert meist einen Tag, und modellieren daraus den Bestand. Geliefert wird in IFC oder Revit sowie als DWG- und PDF-Pläne; die Punktwolke erhalten Sie auf Wunsch als E57.
Typische Fehler bei der Einführung im Facility Management
Häufig wird zu viel erfasst: Hunderte Attribute, die nach dem ersten Jahr niemand mehr aktualisiert. Besser ist ein schlankes Modell mit wenigen, verlässlich gepflegten Angaben. Ebenso wichtig ist eine eindeutige Raumnummerierung, die mit der bestehenden Verwaltungssoftware übereinstimmt. Klären Sie außerdem früh, wer Änderungen nach Umbauten ins Modell einträgt; sonst veraltet der Bestand schneller, als er entstanden ist. Nach baulichen Änderungen genügt meist ein Nachscan der betroffenen Bereiche.
Die Aufbereitung kann mehrfach erfolgen, zum Beispiel als Planwerk für die Verwaltung und als Modell für eine spätere Umbauplanung. Mehr zu Modellinhalten und Detaillierung finden Sie auf unserer Seite zum BIM-Bestandsmodell.
