Ob sich ein 3D-Scan lohnt, entscheidet nicht die Technik, sondern das, was Sie als Auftraggeber davon haben. Diese Seite beschreibt die Vorteile des Laserscannens für Bauherren, Architekten und Verwalter in Berlin, aber auch die Grenzen des Verfahrens, damit Sie realistisch planen können. Wie der Scanner technisch misst, erklären wir unter Funktionsweise des Laserscanners.
Vorteile des Laserscannens: Vollständigkeit und Korrektheit
Der größte Nutzen liegt in der Vollständigkeit und Korrektheit des Aufmaßes. Klassische Schwachstellen von Handaufmaßen, etwa falsche Wanddicken oder angenommene rechte Winkel, werden vermieden, weil nicht einzelne Strecken, sondern die gesamte sichtbare Geometrie gemessen wird. Die Messdaten sind grundsätzlich verformungsgerecht; ob am Ende ein vereinfachter Grundriss oder ein verformungsgetreuer Plan gezeichnet wird, ist eine Frage der zeichnerischen Darstellung, nicht der Messung.
Was der 3D-Scan im Projektverlauf spart
- Kein Nachmessen: Fehlt später ein Maß, wird es aus der Punktwolke abgegriffen, statt einen neuen Termin vor Ort zu vereinbaren.
- Kurze Störung vor Ort: Die Messung dauert meist nur einen Tag; bewohnte oder genutzte Gebäude werden kaum beeinträchtigt.
- Weniger Streit: Der dokumentierte Bestand ist ein belastbarer Nachweis, etwa bei Flächenfragen oder Abnahmen.
- Spätere Detaillierung: Das Planmaterial lässt sich jederzeit konkretisieren, weil die Rohdaten erhalten bleiben.
- 3D von Anfang an: Da die Aufmaße dreidimensional erfolgen, liegen die Grundlagen für 3D-Zeichnungen und BIM-Modelle bereits vor.
Kosten im Verhältnis zum Nutzen
Die Kosten sind gut kalkulierbar: Grundrisse in Genauigkeitsstufe 2 gibt es ab 6,- € je Quadratmeter, verformungsgerechte Pläne ab 7,- €/m², jeweils netto und einschließlich Zeichnungen. Ein schriftliches Angebot erhalten Sie binnen 48 Stunden. Einzelheiten stehen auf der Seite Preise für Aufmaß und Laserscan. Die Punktwolke bleibt als Bestandsakte erhalten und kann bei künftigen Projekten weiter genutzt werden.
Nachteile und Grenzen des Scans in Berlin und anderswo
Wie jede Technik hat auch diese einen Nachteil: Man verlässt sich leicht zu sehr auf sie. Ein hochwertiger Laserscan verlangt konzentriertes und fachkundiges Arbeiten; ohne sorgfältige Standpunktplanung und Prüfung der Registrierung entstehen keine brauchbaren Ergebnisse. Weitere Grenzen sollten Sie kennen:
- Der Scanner erfasst nur sichtbare Oberflächen. Leitungen in Wänden, Bauteile hinter Verkleidungen oder verstellte Wandflächen fehlen.
- Spiegelnde, sehr dunkle oder transparente Flächen wie Glas liefern unvollständige oder fehlerhafte Punkte.
- Die Datenmengen sind groß; für eigene Auswertungen brauchen Sie geeignete Software und Rechner.
- Bei sehr kleinen, einfachen Räumen kann ein Handaufmaß wirtschaftlicher sein.
Viele dieser Grenzen lassen sich durch gute Vorbereitung entschärfen: Räume zugänglich machen, verdeckte Bereiche vorab benennen und vorhandene Pläne zu Leitungen bereitstellen. Dann ist klar, was der Scan zeigen kann und was ergänzt werden muss.
Für wen sich das Laserscannen besonders lohnt
Besonders profitieren Projekte mit komplexer oder verformter Geometrie, also Altbauten, Denkmäler, Dachstühle, Industriehallen und Fassaden. Ebenso lohnt sich der Scan, wenn mehrere Planer mit denselben Bestandsdaten arbeiten oder wenn ein BIM-Modell entstehen soll. Für eine reine Wohnflächenberechnung einer kleinen Wohnung ist er nicht zwingend, liefert aber auch dort nachvollziehbare Maße. Unser Leistungsangebot finden Sie unter Laserscanning.
