Ein Plan ist nur so gut, wie er sich lesen und weiterverwenden lässt. Dafür sind zwei Entscheidungen wichtig: der Darstellungsmaßstab, der bestimmt, wie detailliert gezeichnet wird, und das Dateiformat, in dem die Zeichnungen übergeben werden. Meist übergeben wir im Maßstab 1:50 oder 1:100. Diese Seite erklärt, welcher Maßstab wofür passt und welche Formate wir liefern.
Welcher Darstellungsmaßstab für welchen Zweck
Im CAD wird zwar im Maßstab 1:1 gezeichnet, der spätere Ausgabemaßstab legt aber fest, welche Details sinnvoll sind. Eine Linie, die im Plan 1:50 eine Fensterlaibung beschreibt, verschwindet im Plan 1:200 im Strich. Als Orientierung gilt:
| Maßstab | Detaillierung | übliche Verwendung |
|---|---|---|
| 1:50 | Wandaufbauten, Laibungen, Kotenangaben, feine Versprünge | Werkplanung, Umbau im Bestand |
| 1:100 | Wände, Öffnungen, Raumbezeichnungen und Flächen | Bauantrag, Teilungspläne, Vermietung |
| 1:200 | Gebäudeumriss, Raumaufteilung, Erschließung | Übersichten, Lagepläne großer Objekte |
Individuelle Maßstäbe wie 1:20 für Details oder 1:500 für Grundstücke sind möglich. Wichtig ist, den Zielmaßstab vor der Auswertung festzulegen: Ein Plan, der für 1:100 gezeichnet wurde, lässt sich nicht ohne Nacharbeit auf 1:50 vergrößern, weil die nötigen Details fehlen. Umgekehrt wirkt ein 1:50-Plan im kleineren Maßstab überladen. Bei Bauanträgen und Teilungsplänen geben die Behörden den Maßstab häufig vor; für Bauantragsunterlagen ist 1:100 verbreitet. Fragen Sie im Zweifel vorab bei der zuständigen Stelle nach, welcher Maßstab erwartet wird.
Dateiformate für CAD, Akte und Modell
Für die Weiterbearbeitung im CAD liefern wir DWG, auf Wunsch auch DXF für Programme, die DWG nicht direkt lesen. Für Abstimmung, Ausschreibung und Akte erhalten Sie maßstäbliche PDF-Dateien, die sich ohne CAD-Software öffnen und drucken lassen. Weitere Formate wie DWF sind nach Absprache möglich. Wird ein Bestandsmodell erstellt, übergeben wir es als IFC oder als Revit-Datei; die Punktwolke selbst steht im offenen Format E57 bereit.
Beim DWG-Export lohnt es sich, die verwendete Programmversion anzugeben. Ältere CAD-Versionen können neuere Dateien teilweise nicht öffnen. Hinweise zu Layerstruktur, Bemaßung und Beschriftung im CAD gibt der Beitrag Bauaufmaß im CAD.
Blattformate und Ausdrucke
Gedruckte Pläne liefern wir in den Blattformaten A4 bis A0, je nach Objektgröße und Maßstab. Ein Geschossgrundriss eines mittelgroßen Wohnhauses passt im Maßstab 1:100 meist auf A3, im Maßstab 1:50 dagegen häufig erst auf A1. Wer Pläne regelmäßig ausdruckt oder auf der Baustelle nutzt, sollte das Blattformat deshalb gemeinsam mit dem Maßstab festlegen. Großformatige Ausdrucke und Kopien vorhandener Pläne übernimmt auch unser Scan-, Druck- und Kopierservice.
Vorgaben, die vor der Auswertung geklärt werden sollten
- gewünschter Ausgabemaßstab je Planart, etwa Grundrisse 1:50 und Ansichten 1:100
- eingesetzte CAD- oder BIM-Software mit Versionsangabe
- eigener Layerstandard oder Planköpfe des Büros, falls vorhanden
- Blattformate für die Plotausgabe
- Bemaßungsart und Schriftgrößen, wenn feste Bürovorgaben bestehen
Werden diese Punkte vor der Auswertung geklärt, passt die Lieferung beim ersten Mal in Ihren Workflow. Die Messdaten bleiben über die Pläne hinaus verfügbar, sodass sich später weitere Maßstäbe oder Ausschnitte ableiten lassen, ohne erneut zu messen. Grundlage sind dabei die Daten aus dem Laserscanning.