Bilder aus Aufmaß, CAD und BIM
Diese Galerie zeigt Ausschnitte aus Projekten in Berlin und Umgebung. Alle gezeigten Aufmaß-Projekte beruhen auf einem 3D-Scan des Gebäudes. Zu sehen sind Punktwolken, Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Modellansichten. Alle Abbildungen stammen aus unserer eigenen Arbeit, keine ist Symbolgrafik. Damit Sie die Bilder richtig lesen, erklären wir hier, was sie zeigen, wie sie entstanden sind und was sie über die Qualität eines Plans aussagen — und was nicht.
Warum die Galerie Negativdarstellungen zeigt
Viele Abbildungen sind als Negativ dargestellt: Linien und Punkte erscheinen hell auf dunklem Grund. So sehen CAD-Zeichnungen und Punktwolken auch am Arbeitsplatz aus, denn auf dunklem Hintergrund lassen sich feine Linien, Schraffuren und dichte Punktbereiche besser unterscheiden. Für die Galerie haben wir diese Darstellung beibehalten, weil Details wie Wandversprünge, Gewölbelinien oder Fugen so deutlicher hervortreten als auf einem weißen Ausdruck.
Die gelieferten Pläne sehen dagegen aus, wie Sie es gewohnt sind: schwarze Linien auf weißem Grund, mit Bemaßung, Raumstempeln und Plankopf, als PDF zum Drucken und als DWG zum Weiterzeichnen.
Was die Abbildungen der Galerie im Einzelnen zeigen
Punktwolken und X-Ray-Ansichten
Ein Teil der Bilder zeigt die registrierte Punktwolke, also die Gesamtheit aller Messpunkte eines Gebäudes. In der sogenannten X-Ray-Ansicht wird die Punktwolke halbtransparent dargestellt: Dort, wo viele Punkte hintereinander liegen, etwa bei Wänden, erscheint das Bild dichter. So werden Grundrissstrukturen, Deckenbalken oder Dachkonstruktionen sichtbar, ohne dass vorher gezeichnet wurde.
Grundrisse, Schnitte und Ansichten
Andere Abbildungen zeigen die aus dem Laserscan abgeleiteten CAD-Zeichnungen. Häufig liegt die Zeichnung über einem Schnitt durch die Punktwolke. An solchen Überlagerungen erkennt man, ob die gezeichneten Linien den gemessenen Kanten folgen — und ob Schiefstellungen, Durchbiegungen oder unregelmäßige Wandstärken übernommen wurden, wie es ein verformungsgerechtes Aufmaß verlangt.
Vom 3D-Scan zur Zeichnung
Zwischen Messung und Bild liegen mehrere Schritte: Die einzelnen Scans werden zu einer Gesamtpunktwolke registriert und auf Restabweichungen geprüft. Danach werden Schnittebenen festgelegt, entlang derer gezeichnet wird. Die Abbildungen zeigen damit Zwischen- und Endprodukte desselben Arbeitsablaufs.
Modellansichten
Einige Bilder stammen aus Bestandsmodellen für BIM. Hier sind Bauteile wie Wände, Decken und Öffnungen als Objekte modelliert und lassen sich in IFC oder Revit weiterverwenden.
Wie man die Qualität eines Aufmaßes beurteilt
Bilder vermitteln einen Eindruck, beweisen aber keine Genauigkeit. Wer die Qualität eines Aufmaßes beurteilen will, sollte auf andere Dinge achten:
- Sind Bemaßungen vollständig und nachvollziehbar, auch Brüstungs- und Sturzhöhen?
- Werden Flächen Raum für Raum ausgewiesen, mit erkennbarem Rechenweg?
- Bleiben Abweichungen vom rechten Winkel sichtbar, wo sie für die Planung zählen?
- Wird die Punktwolke mitgeliefert, damit später nachgemessen werden kann?
Auf Wunsch zeigen wir Ihnen einen anonymisierten Plansatz, an dem Sie diese Punkte selbst prüfen können. Beschreibungen einzelner Objekte mit Aufgabe, Vorgehen und Ergebnis finden Sie bei den Projektbeispielen; was in einer Zeichnung dargestellt wird, erklärt die Seite Inhalte unserer Zeichnungen, und wie aus Messpunkten ein Plan wird, die Seite zur Punktwolke.
Die Daten gehören Ihnen: als IFC, DWG, E57 und PDF, direkt nutzbar in Ihren Programmen.
