Ein gutes Aufmaß ist nur so viel wert wie die Unterlagen, die danach übrig bleiben. Bestandsdokumentation bedeutet für uns, festzuhalten, was gebaut wurde, bevor es sich ändert. Auf dieser Seite sehen Sie, welche Dokumentation Sie mit dem Aufmaß erhalten und wie sie aufgebaut ist.
Bestandsdokumentation nach dem Scantermin: der erste Lieferumfang
Unmittelbar nach der Messung und Registrierung übergeben wir eine umfassende Dokumentation des erfassten Zustands. Im Einzelnen gehören dazu:
- die Punktwolke im gewünschten Format, beispielsweise E57 oder RCP für Autodesk ReCap
- eine umfassende Sammlung horizontaler und vertikaler Schnitte durch die Punktwolke
- eine vollständige fotografische Dokumentation des Bauwerks
- eine aufbereitete Punktwolkendarstellung in Grundriss und Schnitt, die Sie in jedem Browser öffnen und in der Sie selbst messen können
- eine PDF-Dokumentation für Ihre Unterlagen
- das Genauigkeitsprotokoll
- gegebenenfalls eine Zwischenrechnung
Das Genauigkeitsprotokoll zeigt, wie gut die einzelnen Scans zueinander passen. Es ist der Nachweis, dass die vereinbarte Genauigkeit von ±1–3 mm je nach Objekt eingehalten wurde, und sollte zusammen mit den Plänen archiviert werden.
Zeichnungen und Formate in der finalen Dokumentation
Im Anschluss beginnt der Zeichenprozess. Die fertigen Zeichnungen übergeben wir im Format DWG, DXF und PDF oder in einem anderen gewünschten Format, etwa IFC oder Revit für ein Bestandsmodell. Auf Wunsch liefern wir zusätzlich 3D-PDFs, Plotstiltabellen und gedruckte Plansätze. Mit der finalen Lieferung erhalten Sie auch unsere Abschlussrechnung.
Verschiedene Verwendungszwecke verlangen verschiedene Fassungen: Für die Akte genügt oft ein PDF-Satz, für eine Ausschreibung werden bemaßte Pläne gebraucht, für die Planung ein Modell. Diese Ergebnisse können parallel geliefert werden. Wie wir Ihnen die Unterlagen erläutern, beschreibt die Seite Übergabe und Auswertung.

Eine Dokumentation, die auch nach Jahren noch Antworten gibt
Unsere Dokumentationen verbinden Pläne, Punktwolken und Auswertungen zu einer Akte, die bei Sanierungen, Rechtsfragen, Versicherungsfällen oder einem Verkauf weiterhilft. Jede Dokumentation beginnt mit dem Zweck: Was soll sie später beweisen, was soll sie ermöglichen? Daraus folgt ihr Aufbau, von der Detailtiefe bis zur Ablagestruktur. Geliefert wird in offenen Datenformaten, versioniert und nach festen Regeln benannt. So entsteht kein Ordner voller Dateien, sondern ein nutzbares Bestandsverzeichnis Ihres Gebäudes.
Wie Sie die Bestandsdokumentation ablegen sollten
- Pläne, Punktwolke und Genauigkeitsprotokoll gemeinsam und mit Datum des Scans speichern
- Originaldateien unverändert lassen und für eigene Bearbeitungen Kopien anlegen
- offene Formate wie E57, DWG und PDF bevorzugen, damit die Daten auch ohne bestimmte Software lesbar bleiben
- bei Umbauten vermerken, welche Bereiche sich geändert haben
- eine zweite Kopie außerhalb des eigenen Büros aufbewahren, da Punktwolken schnell mehrere Gigabyte groß werden
Zusätzlich zur Zeichnung bewahren wir die Punktwolke für Sie auf. Spätere Ergänzungen, etwa ein weiterer Schnitt oder eine Ansicht, lassen sich so oft ohne neuen Termin vor Ort erstellen. Was eine Punktwolke enthält und wie man sie nutzt, erklären wir auf einer eigenen Seite.