Scan-to-BIM: Vom Laserscan zum intelligenten Gebäudemodell
Scan-to-BIM ist einer der wichtigsten Trends in der Bauvermessung. Die Idee: Aus Millionen von 3D-Messpunkten entsteht automatisch ein strukturiertes, in Revit nutzbares BIM-Modell. Wir erklären, wie der Prozess funktioniert und wo er in Berliner Bauprojekten bereits heute Mehrwert schafft.
Was ist Scan-to-BIM?
BIM steht für Building Information Modeling – eine Methode, bei der Gebäude nicht nur als 3D-Geometrie, sondern als vollständiges Informationsmodell erfasst werden. Jedes Bauteil trägt Metadaten: Material, Hersteller, Einbaudatum, Wartungszyklen. Scan-to-BIM ist der Prozess, Bestandsgebäude durch Laserscanning zu erfassen und in solche BIM-Modelle zu überführen.
Der Scan-to-BIM-Workflow
- Vor-Ort-Erfassung: Das Gebäude wird mit terrestrischen Laserscannern (FARO Focus) oder mobilen Handscannern (FARO Orbis) erfasst. Die einzelnen Scans werden in FARO SCENE oder Hexagon Reality Cloud Studio zu einer Gesamtpunktwolke zusammengefügt.
- Segmentierung: Moderne Software wie Autodesk ReCap Pro 2026 mit Scan-to-Mesh erkennt automatisch Wände, Decken, Rohre und Stützen. Die segmentierten Daten werden in Revit importiert. Wände, Fenster und Türen werden als parametrische BIM-Elemente nachmodelliert.
- Anreicherung: Die Modellelemente erhalten zusätzliche Informationen – vom Raumbuch bis zur technischen Anlagenkomponente. Grobmodell mit ungefähren Abmessungen – für Konzeptplanung.
- LOD 300: Präzise Geometrie mit genauen Maßen – für Ausführungsplanung. Anschlüsse und Schnittstellen zu anderen Gewerken.
- LOD 400: Fertigungs- und Montagedetails – für die Bauausführung. Altbauten werden erfasst, das BIM-Modle dient als Grundlage für Architekten und TGA-Planer.
- Nutzungsänderung: Bei Umnutzung von Gewerbe- zu Wohnraum liefert das Modell exakte Flächen und Höhen. Industrieanlagen werden mit allen Rohren, Kabeln und Maschinen erfasst – ideal für Instandhaltung und Erweiterungen.
- Dokumentation: Neubauten werden bei der Abnahme gescannt und als BIM-Modell dokumentiert – als digitale Grundlage für das Facility Management.
Fazit: Scan-to-BIM: Vom Laserscan zum
Scan-to-BIM ist kein Zukunftsprojekt mehr, sondern etablierter Standard in der modernen Bauvermessung. Mit automatisierter Segmentierung und intelligenten Modellen sparen Bauherren und Planer Zeit und Kosten. Kontaktieren Sie uns für ein individuelles Angebot für Ihr Berliner Bauprojekt.