Cloud-to-Cloud Registrierung ist der unsichtbare Kleber, der einzelne Scans zu einem Gesamtdokument zusammenfügt. Ohne sie wäre jede Scanposition ein isoliertes Fragment. Das Verfahren ist mathematisch anspruchsvoll, wird aber von moderner Software weitgehend automatisiert ausgeführt.
Wie Cloud-to-Cloud Registrierung funktioniert
Die Software sucht nach überlappenden Bereichen in zwei Punktwolken und verschiebt und dreht diese so lange, bis sie optimal übereinanderliegen. Dieser Prozess basiert auf iterativen Algorithmen wie ICP (Iterative Closest Point). Das Ergebnis ist eine nahtlose Verbindung aller Scanpositionen.
Vorteile gegenüber der zielbasierten Registrierung
Die Cloud-to-Cloud Registrierung benötigt keine Zielmarken, was Zeit und Material spart. Sie funktioniert auch bei unstrukturierten Umgebungen, in denen keine Ziele platziert werden können. Der Nachteil ist eine etwas geringere Genauigkeit, die aber für die meisten Anwendungen ausreicht.
Georeferenzierung: Den Scan im Weltkoordinatensystem verankern
Nach der internen Registrierung muss die Punktwolke noch mit realen Koordinaten verknüpft werden. Dies geschieht über bekannte Passpunkte oder GNSS-Messungen. Erst durch diese Georeferenzierung lässt sich der Scan mit Karten, Katasterdaten oder anderen Projekten kombinieren.
Schlussbetrachtung: OpenBIM und IFC:
Cloud-to-Cloud Registrierung ist der Schlüssel zur Effizienz im modernen Laserscanning. Sie automatisiert einen Prozess, der früher Tage gedauert hat, auf wenige Minuten. Wer die Möglichkeiten und Grenzen dieses Verfahrens kennt, arbeitet schneller und wirtschaftlicher als mit klassischen Methoden.