LOD — Level of Development — ist einer der am häufigsten verwendeten Begriffe im BIM und gleichzeitig einer der am stärksten missverstandenen. Er beschreibt nicht einfach den Detaillierungsgrad, sondern die Zuverlässigkeit der im Modell enthaltenen Informationen. Wer LOD versteht, kann Modelle präzise spezifizieren und beauftragen.
LOD 100 bis 500: Was die Level tatsächlich bedeuten
LOD 100 ist ein grober Massenmodell, LOD 200 enthält approximate Geometrien und LOD 300 spezifische Abmessungen. LOD 400 entspricht der Ausführungsplanung, LOD 500 ist das geprüfte As-Built-Modell. Jedes Level hat seinen Platz im Projektablalauf und sollte nicht willkürlich gewählt werden.
LOD und Laserscanning: Welches Level für welchen Zweck
Ein aus Laserscan erstelltes Bestandsmodell entspricht typischerweise LOD 300, da die Geometrie exakt erfasst ist. LOD 500 wird nur bei Abnahmemodellen erreicht, bei denen jedes Element einzeln geprüft wurde. Die meisten Anwendungen — Facility Management, Sanierungsplanung — kommen mit LOD 300 aus.
LOD-Matrix: Wer liefert welche Informationen wann
In der Praxis wird der LOD oft als Matrix dargestellt, die für jedes Gewerk und jede Projektphase den geforderten Detaillierungsgrad festlegt. Diese Matrix steuert die Zusammenarbeit unterschiedlicher Planer und vermeidet Doppelarbeiten. Eine gut definierte LOD-Matrix ist das Rückgrat erfolgreicher BIM-Projekte.
Schlussbetrachtung: Vermessungstechnik im Industrieumfeld:
LOD ist mehr als eine Zahl — es ist ein Versprechen über die Qualität und Verlässlichkeit der im Modell enthaltenen Informationen. Wer den LOD richtig spezifiziert und kommuniziert, vermeidet Missverständnisse und falsche Erwartungen. Das Verständnis dieser Konzepts ist Grundvoraussetzung für professionelle BIM-Arbeit.