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FARO· 07.10.2019 · aktualisiert 04.10.2026 · Lesezeit 3 Min.

Virtual Reality für 3D-Scans: Gebäude virtuell begehen

Eine Punktwolke am Bildschirm zu drehen, vermittelt nur begrenzt, wie sich ein Raum anfühlt. Mit einer VR-Brille lassen sich Laserscans dagegen im Maßstab 1:1 begehen: Raumhöhen, Abstände und Proportionen werden unmittelbar erfahrbar. Dieser Beitrag greift eine Software-Neuerung von FARO auf, über die wir 2019 berichtet haben, und ordnet ein, wofür Virtual Reality bei Bestandsdaten sinnvoll ist.

Inhalt · 5 Abschnitte
  1. Die VR-Funktion in FARO SCENE 7.1
  2. Was VR gegenüber dem Bildschirm bringt
  3. Einsatzzwecke in Bau und Bestand
  4. Technische Voraussetzungen
  5. VR-Begehung sinnvoll nutzen

Die VR-Funktion in FARO SCENE 7.1

Der US-Hersteller FARO Technologies stellte mit Version 7.1 seiner Software SCENE eine Virtual-Reality-Ansicht vor. SCENE dient zur Registrierung und Auswertung der Scans aus FARO-Laserscannern. Mit einem kompatiblen VR-Headset konnte man ein komplettes Scanprojekt – also alle zusammengehörigen Scans – vom Arbeitsplatz aus begehen. Die fotografischen Farbinformationen der Scans wurden dabei auf die Punkte gelegt, und die Darstellung war so schnell, dass sie in Echtzeit wirkte.

Bemerkenswert war, dass man die VR-Umgebung für viele Arbeitsschritte nicht verlassen musste: Screenshots erstellen, Notizen und Markierungen an Bildern anbringen und über eine Übersichtskarte durch das Projekt navigieren war direkt in der Brille möglich. FARO nannte als Zielgruppen Architektur, Ingenieur- und Bauwesen, die Unfall- und Tatortrekonstruktion sowie das Produktdesign.

Mit derselben Version wurde zudem die Zusammenarbeit von terrestrischem Scanner und Handscanner verbessert: Die Laserscanner der Focus-Reihe und der Handscanner Freestyle konnten nun dieselben codierten Zielmarken nutzen, und die Registrierung beider Gerätearten ließ sich in einem gemeinsamen Bericht prüfen. SCENE wurde seitdem mehrfach weiterentwickelt; heute bieten auch andere Programme VR-Ansichten für Punktwolken und Modelle.

Was VR gegenüber dem Bildschirm bringt

Am Bildschirm schätzt man Größen über Zahlen und Perspektive ab. In der VR-Brille steht man im Raum: Man sieht, ob ein Durchgang eng wirkt, wie hoch eine Galerie tatsächlich ist oder wie Leitungen unter einer Decke verlaufen. Gerade Beteiligte, die selten mit Plänen oder Punktwolken arbeiten – Bauherren, Nutzer, Entscheider –, verstehen einen Bestand so deutlich schneller.

Einsatzzwecke in Bau und Bestand

  • Abstimmung im Team: Planer und Bauherr besprechen den Bestand gemeinsam, ohne alle Beteiligten vor Ort zusammenzubringen.
  • Planung im Kontext: Wird ein Entwurfs- oder BIM-Modell mit der Punktwolke kombiniert, lassen sich geplante Änderungen im realen Bestand betrachten, bevor gebaut wird.
  • Schwer zugängliche Bereiche: Technikräume, Dachstühle oder Schächte können nach dem Scan beliebig oft virtuell besucht werden.
  • Dokumentation und Vermittlung: Denkmale oder Räume vor einem Umbau bleiben in ihrem Zustand zum Messzeitpunkt begehbar.
  • Rekonstruktion: In der Forensik wird VR genutzt, um Sichtachsen und Abläufe an einem Ort nachzuvollziehen.

Technische Voraussetzungen

Punktwolken eines Gebäudes umfassen schnell viele hundert Millionen Punkte. Für eine flüssige VR-Darstellung braucht es daher einen leistungsfähigen Rechner mit starker Grafikkarte und Software, die die Daten je nach Blickrichtung und Entfernung in der Dichte reduziert. Ruckelt die Darstellung, wird es vielen Nutzern schnell unwohl – Bildrate und Datenaufbereitung sind deshalb wichtiger als maximale Punktdichte. Für Präsentationen ohne VR-Ausrüstung bleiben browserbasierte Panoramaansichten eine Alternative, etwa mit FARO WebShare.

VR-Begehung sinnvoll nutzen

VR macht Laserscans begehbar und erleichtert das Verständnis von Räumen, besonders für Beteiligte ohne Planerfahrung; die Grundlage bleibt eine sauber registrierte und aufbereitete Punktwolke. Wie wir solche Daten erfassen und bereitstellen, beschreiben wir auf der Seite zum Laserscanning.

Preis vor der Messung — pro m² bzw. pro Zeichnung, schriftlichTermin meist in derselben WocheSie erhalten alles, auch die Rohdaten+49 30 321 50 17

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Ihr Gebäude virtuell begehen?

Grundlage jeder VR-Begehung ist eine saubere Punktwolke; wir scannen Ihr Objekt und liefern die Daten als E57 zur Weiterverwendung.