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Allgemein· 21.06.2019 · aktualisiert 04.10.2026 · Lesezeit 3 Min.

Neue Software ACAD-BAU für Pläne aus Laserscans

Im Juni 2019 haben wir unsere CAD-Ausstattung um ACAD-BAU erweitert. Die Software ergänzt AutoCAD um Werkzeuge für Architektur und Bauwesen. Diese Meldung beschreibt, warum wir uns dafür entschieden haben und wie aus einer Punktwolke ein fertiger Plan entsteht.

Was ist ACAD-BAU?

ACAD-BAU ist eine Architekturapplikation auf Basis von AutoCAD. Statt nur mit Linien und Bögen zu zeichnen, arbeitet man mit Bauteilen wie Wänden, Öffnungen, Decken und Räumen, die ihre Eigenschaften kennen. Wandstärken, Brüstungshöhen oder Raumflächen werden so nicht nur dargestellt, sondern sind in der Zeichnung hinterlegt. Weil die Software auf AutoCAD aufsetzt, bleibt das DWG-Format erhalten, mit dem die meisten Planungsbüros arbeiten. Für uns war das ein wesentlicher Grund: Unsere Auftraggeber können die Pläne ohne Konvertierung in ihren eigenen Programmen öffnen und weiterbearbeiten. Hinzu kommen Werkzeuge für Raumstempel, Flächenauswertungen und Beschriftungen, die bei Bestandsplänen viel Handarbeit ersparen.

Arbeiten mit der Punktwolke

AutoCAD kann registrierte Punktwolken als Referenz einbinden, in der Regel über das Autodesk-Format ReCap. Gezeichnet wird dann direkt auf der Punktwolke: Man legt horizontale Schnitte in der gewünschten Höhe, etwa einen Meter über dem Fußboden für den Grundriss, und konstruiert Wände und Öffnungen entlang der sichtbaren Punkte. Für Schnitte und Ansichten geschieht das Gleiche in vertikalen Ebenen.

Wichtig ist dabei die fachliche Entscheidung, wie mit Abweichungen umgegangen wird. Eine Wand ist im Scan selten exakt gerade und lotrecht. Bei einem Aufmaß in einfacher Genauigkeit wird sie idealisiert, bei einem verformungsgerechten Aufmaß werden Schiefstellungen und Versätze bewusst übernommen. Diese Entscheidung trifft der Bearbeiter; die Software stellt die Werkzeuge bereit, ersetzt aber nicht das Urteil.

Vom Laserscan zum fertigen Plan

  1. Erfassung: Aufmaß vor Ort mit dem FARO-Focus-Laserscanner, damals dem Focus3D X 130.
  2. Registrierung: Zusammenführen der Einzelscans in FARO SCENE und Prüfung der Restabweichungen.
  3. Übernahme: Bereitstellen der Punktwolke für AutoCAD und ACAD-BAU.
  4. Zeichnen: Konstruktion von Grundrissen, Schnitten und Ansichten als Bauteile mit einheitlicher Layerstruktur.
  5. Kontrolle: Abgleich der Zeichnung mit der Punktwolke, Prüfung von Maßketten und Raumflächen.
  6. Lieferung: Ausgabe als DWG und PDF, je nach Bedarf auch als Grundlage für weitere Modellierung.

Strukturiert zeichnen als Vorstufe zu BIM

Eine sauber aufgebaute Zeichnung mit Bauteilen und klarer Layerstruktur lässt sich leichter weiterverwenden als eine reine Linienzeichnung. Sie ist aber noch kein BIM-Modell. Wer ein Gebäudemodell in Revit oder im offenen Austauschformat IFC benötigt, erhält es als eigenständige Modellierung auf Basis derselben Punktwolke. Die DWG-Pläne können in Revit als Referenz verknüpft werden, eine automatische Umwandlung in Modellbauteile ist das jedoch nicht. Mehr dazu im Beitrag zum Scan-to-BIM-Workflow.

Was seitdem gleich geblieben ist

Die Qualität eines Aufmaßes entsteht aus Erfassung und Auswertung zusammen. Eine sorgfältige Messung nutzt wenig, wenn die Zeichnung Maße schätzt oder interpoliert, und eine gute Software rettet keine lückenhafte Punktwolke. Daran hat sich seit 2019 nichts geändert; die Lieferformate haben sich um IFC- und Revit-Modelle erweitert. Welche Zeichnungen wir aus Scans erstellen, zeigt die Seite Zeichnungen.

Preis vor der Messung — pro m² bzw. pro Zeichnung, schriftlichTermin meist in derselben WocheSie erhalten alles, auch die Rohdaten+49 30 321 50 17

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Pläne aus dem Laserscan zeichnen lassen?

Grundrisse, Schnitte und Ansichten entstehen bei uns im CAD aus der Punktwolke; Sie erhalten sie als DWG und PDF zum vorab genannten Preis.